Tagebuchschreiberei

Zur Zeit scheint Tagebuch schreiben wieder in zu sein. Pinterest und Zeitschriften sind sogar voll von Anleitungen und wer keine Ahnung hat, was er da reinschreiben soll, der führt eine reicht verzierte Taskliste auf Kalenderbasis. Ist nämlich gerade mindestens genauso angesagt.

Aber was schreibt ihr denn alle in eure Tagebücher? Was tagsüber passiert ist? Wie ihr euch fühlt? Selbstverfasste Gedichte? Was der Nachwuchs zum Besten gegeben hat?

Und wie unterscheidet sich euer Tagebuch von Facebook? Seid ihr dort ehrlicher? Macht ihr euch Sorgen, dass eure Kinder einen Therapeuten brauchen, falls sie das mal lesen? (Und habt ihr diese Sorge auch bei Facebook?)

Ich schreibe seit ca 25 Jahren Tagebuch. Manche hab ich nach nochmaligem Lesen spontan zerstört, andere aufgehoben. Aber eines lässt mich immer wieder staunen: Dass es seit 25 Jahren die selben Themen sind, um die meine Gedanken kreisen.

Im Prinzip geht es immer nur um die Wechselwirkung zwischen mir und meiner Umwelt. Gewürzt mit schönen Erlebnissen, Erinnerungen in denen ich einmal stöbern will wenn ich alt und dement bin. Ich hoffe meine Urenkel werden mir dann daraus vorlesen. Und ich werde hoffentlich denken: “Was für eine glückliche Frau!“

Und mal wieder ein Neustart

Mein wohl häufigster Blogeintrag ist „Ich fange dann mal wieder an zu bloggen“. Da ich meine erste Webseite 1999 veröffentlicht habe kam das nun schon wirklich häufig vor, dass ich mein Online-Tagebuch zurückgesetzt habe, alte Beiträge gelöscht und wieder von Neuem begonnen habe.

Dieses mal ist auch ein Neustart in meinem Leben ein Grund für den Neustart des Blogs: Ich erwarte in Kürze mein zweites Kind plane auch sonst einige Änderungen in meinem Leben, bzw. habe in letzter Zeit einiges geändert. Doch es soll nicht nur um Umbrüche und Veränderungen gehen. Hier ist wie immer Raum für alles, was mich beschäftigt.